Sprint statt Marathon – mit Cloud eCommerce Diensten innerhalb kürzester Zeit zum neuen Online Shop. Spätestens mit der Pandemie hat der/die/das eCommerce nochmal einen richtigen Boost erfahren und viele stationäre Händler zum Nachdenken gebracht, ob ein Online Shop nicht doch eine gute Ergänzung zum Ladengeschäft wäre. Aber wir befinden uns noch immer in der Krise und gerade kleine Unternehmer sind unter Umständen nicht bereit 5-stellige Beträge in die Entwicklung zu stecken, wie es häufig mit Shopware, Magento und Co. erforderlich wäre. Abhilfe könnten Cloud-Systeme schaffen, denn diese versprechen einen schnellen und günstigen Start ins eCommerce. Wir gucken mal, was da dran ist.

Und was ist mit Shopify?  

Wir beschäftigen uns in diesem Artikel nur mit der Shopware Cloud, nicht mit Shopify, obwohl das natürlich der deutlich bekanntere Service ist. Der kommt für uns aber aus mehreren Gründen nicht für Shopbetreiber aus Deutschland in Frage, da, gerade wenn es um Datenschutz geht, Shopify eine kleine Katastrophe ist. Ein Shopify Shop ist erstmal nicht für deutsches Recht ausgelegt und muss daher noch recht stark angepasst werden, um überhaupt verwendet werden zu können.

Was heißt Shop in der Cloud?

Klären wir doch erstmal was so ein Shop in der Cloud überhaupt bedeutet. Ihr könnt es Euch ein bisschen wie einen Shop zur Miete vorstellen. Shopware installiert Euch den Sums nach Eurer Konfiguration und kümmert sich um das Hosting, sowie auch die Updates. Allein damit spart ihr Euch schon jede Menge Geld. Aber es ist auch dieser Service natürlich nicht umsonst. Es gibt drei verschiedene Optionen. Entscheidend ist nicht nur der monatliche Betrag zwischen 0 und 200 Euro, sondern auch die Umsatzbeteiligung. Shopware kassiert je nach Paket also zwischen 0,5% und 3% je nach gewähltem Tarif. Das klingt erstmal viel, finde ich persönlich. Aber wenn man bedenkt, dass man für 0€ im Monat mit seinem Online Shop starten kann, ohne Einrichtungskosten außer der eigenen Zeit – dann ist das super spannend für eCommerce Neulinge. Denn lieber fange ich einfach schon einmal an zu verkaufen, einen Kundenstamm aufzubauen und zahle nur für tatsächliche Verkäufe, als großes Risiko mit einer Investition in ein eigenes Shopsystem einzugehen. Oder?

Für wen ist der der Shopware Cloud Service geeignet?

Wenn ich jetzt sagen würde “für alle”, würden wir zwar vielleicht mehr Geld mit den Affiliate Links verdienen, hätten aber weniger individuelle Shopware 6 Umsetzungen. Und unabhängig von jeglicher Partnerschaft oder eigenem Umsatzinteresse gibt es einfach so unterschiedliche Projekte, dass auch die Lösungen nicht unterschiedlicher sein könnten. Die Shopware Cloud* ist demnach sicher nicht für alle geeignet. Lasst uns die Vor- und Nachteile mal kurz gegenüberstellen:

Shopware Cloud

✔ Niedriges Einstiegsbudget
✔ Monatliche Kosten zwischen 0€ und 199€
✔ Zeit für Umsetzung: Installation 5 Minuten, mit Konfiguration und Produktpflege in wenigen Wochen zum Start

✖ Umsatzbeteiligung zwischen 0,5% und 3%
✖ Erweiterbar nur durch Apps (aktuell noch eine recht geringe Auswahl)
✖ Anbindung an Warenwirschaften aktuell nicht möglich

Shopware 6 Shop

✔ Mein Umsatz gehört mir
✔ Großes Potential für Individualisierungen durch Plugins oder Eigenentwicklungen
✔ Viele Plugins für beliebte Wawis bereits vorhanden und Möglichkeit der Eigenentwicklung

✖ Kosten ab 8000€ und dann steil aufwärts
✖ Monatliche Kosten zwischen 60€ und 300€ (Hosting + Updateservice einer Agentur)
✖ Umsetzung mit einer Agentur zwischen 4 und 10 Monaten

Diese Auflistung erhebt jetzt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber ich denke es zeichnet sich ein Trend ab. Und jetzt kommt nämlich noch ein wichtiger und spannender Punkt: Es wird zukünftig möglich sein, einen Shopware Shop aus der Cloud zu entfernen und zu einem eigenständigem, selbst-gehosteten Shopware 6 Shop zu machen. Und das ist für mich der Game Changer. Denn das gibt mir die Möglichkeit als Shopbetreiber einfach und schnell zu starten, ein bisschen ins eCommerce reinzuschnuppern und dann, wenn es ernst wird, mit all meinen Learnings nach einem Jahr zu einer Agentur zu gehen und zu sagen: Und jetzt bitte einmal in fett. Und zwar ohne alles zu verlieren. Nein, man kann den Shop einfach umziehen und dann nach und nach Erweiterungen durchführen, die bis dato im Cloud Shop nicht möglich waren.

Fazit

Im Grunde muss jeder selbst wissen, ob so etwas wie die Umsatzbeteiligung für einen vertretbar ist oder man wirklich all seine Produkte im Shopsystem statt in einer Warenwirtschaft verwalten will. Ich persönlich finde jedoch, dass die Shopware Cloud wirklich ein cooler Einstieg ist. Schnell und günstig, man kann vieles selbst machen und die nervigen Aufgaben wie den Updateservice übernimmt Shopware selbst. Und sobald der Shop groß genug gewachsen ist, raus aus der Cloud damit. Wie seht ihr das? Würdet ihr Euch die Umsatzbeteiligung ans Bein binden, wenn ihr Euch dafür hohe Kosten bei einer Agentur spart? Oder seid ihr vielleicht sogar froh, wenn ihr das komplette Thema Online Shop an Profis abgeben könnt? In jedem Fall könnt ihr Euch auch selbst ein Bild machen und einfach mal kostenlos einen Shopware Cloud Shop erstellen*. Have fun!

*Affiliate-Link: Wenn Du über diesen Link einen Kauf tätigst, bekommen wir eine Provision. Dich kostet das natürlich keinen Cent mehr.

Im Hause web.SKOR fällt das Internet aus – der perfekte Zeitpunkt, um einfach mal aus dem Nähkästchen zu plaudern. Wer mit uns zusammenarbeitet, wird früher oder später feststellen, dass wir in manchen Belangen eine etwas andere Arbeitsweise als andere Agenturen haben. Das ist natürlich kein Zufall. Steffi und ich haben beide in anderen Werbeagenturen positive wie negative Erfahrungen gesammelt und bei der Agenturgründung sorgfältig unsere Werte erarbeitet. Daraus ist ein neues, faires Konzept für web.SKOR entstanden, an dem wir bis heute festhalten.

Frauenpower bei web.SKOR

Um einen kleinen Disclaimer vorwegzuschieben: Die Clickbait-Überschrift lässt natürlich vermuten, dass ich alle anderen Agenturen doof finde. Das ist natürlich nicht so. Wir haben wahnsinnig tolle Partner, mit denen wir richtig gerne zusammenarbeiten und mit denen unser Ideen-Kessel praktisch überläuft. Und auch sonst hat selbstverständlich jede Agentur das Recht ihr Unternehmen so zu führen, wie es ihnen beliebt.

Wir haben da schlichtweg eine andere Herangehensweise und auch diese hat Nachteile. Wie die meisten wissen, sind wir eine Zwei-Women-Agentur und haben unsere Vorgehensweise an unsere Stärken und Schwächen angepasst. Darum möchte ich euch jetzt gern aufzeigen, dass auch ein Geschäftsmodell, dass nicht primär auf Verkaufen und Profit ausgelegt ist, funktionieren kann.

Fairness, Transparenz und weitere Schmankerl

Unsere absoluten Prioritäten sind Fairness und Transparenz. Wir gehen in kein Verkaufsgespräch mit dem Ansatz wir wären die beste Agentur der Welt. Wohl aber die beste Wahl für bestimmte Kunden mit bestimmten Wünschen. Damit einher geht, dass wir auch akzeptieren, dass wir für manche Kunden nicht die Richtigen sind. Und das kommunizieren wir auch direkt. Wir versprechen weder den Platz 1 in den Suchergebnissen noch einen 100% reibungslosen Projektablauf– denn sowohl das eine als auch das andere ist unrealistisch und so hat sich unsere Entscheidung in der Praxis auch ehrlich erwiesen. Lustigerweise haben wir festgestellt, dass das gar keine abschreckende Wirkung hat. Die potenziellen Kunden sind sogar ganz gegenteilig erfreut über eine reelle und ehrliche Einschätzung, auf die sie sich verlassen können. Das kommt ungefähr den 5-Sterne Google Bewertungen bei 2000 Stimmabgaben gleich. Da muss man sich schon eher fragen, ob da nicht was gemogelt wurde. 4,6 Sterne hingegen klingt nach einer guten Leistung, der ich auch gerne Glauben schenke.

Übrigens bedeutet Fairness gegenüber dem Kunden nicht, dass wir uns über’s Ohr hauen lassen, denn wir erwarten diese Fairness auch von unseren Kunden uns gegenüber. Wir kalkulieren beispielsweise unsere Angebote nur mit einem minimalen Zeitpuffer, gewähren uns also kaum Spielraum für „Trödeleien“, können damit aber den Angebotspreis fair gestalten. Im Gegenzug verhandeln wir aber auch nicht unsere Stundensätze. Das bedeutet, man kann Leistungen aus unseren Angeboten streichen, wenn man Kosten sparen muss/möchte, aber nicht die Zeit, die wir tatsächlich für etwas brauchen.

Negative Erfahrungen machen Weise

Jetzt haben wir in unserem Agentur-Alltag schon viel Unfug gesehen. Agenturen, die das Blaue vom Himmel versprechen und dann nicht halten können. Agenturen, die andere Arbeitsweisen niedermachen, die nicht der Ihren entsprechen. Agenturen, die dir im Kickoff erstmal vor den Latz knallen, was an deiner Webseite alles scheiße ist, weil „Angst der beste Verkäufer ist“. Ehrlich gesagt finden wir das alles völlig unproduktiv und für ein freundliches Vertrauensverhältnis auch nicht zuträglich.

Natürlich wollen auch wir im Erstgespräch den Kunden ergattern. Aber wir sind nicht untröstlich, wenn ein Kunde zu einer Agentur geht, die noch billiger ist als wir. Wir können es genauso akzeptieren, wenn ein Kunde sich entscheidet seine Webseite mit einem Baukasten zu machen, denn auch das ist völlig legitim. Schließlich haben auch wir unterschiedliche „Pakete“, die sich in Umsetzungsdauer und Kosten unterscheiden, um auf die Bedürfnisse eines Kunden einzugehen. Und wenn wir merken, dass wir diese nicht erfüllen können, dann empfehlen wir gern jemand anderen, der das kann. Qualität geht einfach vor Geldgier...

Das mag jetzt klingen, als würden wir uns manchmal richtig schlecht verkaufen. Aber ich verrate Euch ein Geheimnis: Das Gegenteil ist der Fall. So viele Kunden sehnen sich nach mehr Transparenz. Fragt also ruhig mal im Gespräch, ob ihr etwas in der Tiefe erklären sollt, was der Kunde nicht versteht. Ihr müsst nicht jedem Eure Stundensätze erklären, aber hier und da mal von sich aus beschreiben, was an der Umsetzung aufwendiger ist, schadet nicht. Und vor allem: Zugeben, etwas nicht zu können. Macht es wirklich Sinn einen Auftrag ohne die entsprechende Kompetenz in der Firma anzunehmen? Am Schluss bist du sauer, weil du es nicht ohne Hilfe von außen auf die Reihe kriegst und der Kunde wird es dir sicher auch nicht danken. Und das ist ja wohl mal das schlechteste Marketing 🙂

In unserem letzten Blogbeitrag über Shopware 6 habe ich einen kleinen Einblick gegeben was die neue Version für Shop-Betreiber so mitbringt. Erwähnt wurde da der Rule Builder zwar schon, aber so richtig viel konnte ich da noch nicht dazu sagen. Nach einigen weiteren Wochen mit unserem aktuellen Shopware 6 Projekt, habe ich ihn nun aber schon ein ums andere mal verwendet und möchte prophezeihen: Der Rule Builder hat eine strahlende Zukunft.

Die Theorie des Rule Builders

Mit dem Rule Builder lässt sich so unfassbar viel umsetzen, dass es schwierig ist alles zu fassen. Im Wesentlichen ist er das, was der Namen schon verlauten lässt: Ein Tool, um gewisse Regeln im Shop festzulegen. Wofür diese dann verwendet werden, kann sich stark unterscheiden und beispielsweise Rabatte, Versandkosten oder Aktionen betreffen. Das alles kann ich als Shop-Betreiber sogar ohne Hilfe eines Entwicklers umsetzen, wenn ich mich ein wenig reinfuchse.

Zu finden ist der Rule Builder in den Shop Einstellungen. Wenn ich ihn dort einmal auswähle, sehe ich im besten Fall schon einige vorgefertigte Regeln, aber wir wollen uns heute damit befassen, wie und warum ich neue anlege. Also gehe ich zunächst einmal auf Regel erstellen und lege einen Namen und die Priorität fest. Letztere bestimmt bei konkurrierenden Regeln, welche dann den Vorrang bekommt. Mit dem Typ kann ich festlegen in welchen Modulen (Zahlung, Versand, etc.) die Regel erscheinen darf oder ich lasse das Feld leer, wenn sie übergreifend verwendet werden soll. Etwas weiter unten sehen wir dann schon das Kernstück: die Bedingungen. Eine Regel kann aus verschiedenen Bedingungen bestehen, die mit UND oder ODER verknüpft sind. Klicke ich in das grau hinterlegte Feld kann ich aus verschiedensten Eigenschaften auswählen und anschließend verschiedene Werte ein oder ausschließen. Wenn ich eine zweite Regel mit anhängen möchte kann ich auf UND oder ODER klicken, je nachdem ob beide oder nur eine erfüllt sein müssen. Ein Klick auf speichern und das war's. Soweit zur grundsätzlichen Funktionalität, auf zu den Beispielen.

Zwei Use Cases des Shopware 6 Rule Builders

1. Versand nach Ländern

Eine simple Anwendung des Rule Builders wäre für eine kleine Versandmatrix. In unserem Shop möchte ich für verschiedene Lieferländer verschiedene Versandkosten berechnen. Also erstelle ich mich für meine Versandzonen einzelne Regeln. Die erste Regel nenne ich also "Versandzone 1" und füge in der Beschreibung noch die Länder hinzu, die dazugehören. Wir nehmen dafür Deutschland und Österreich. Dann scrolle ich zu den Bedingungen und durchsuche sie nach "Lieferland". Dann wähle ich "Ist eins von" und suche mir die Werte "Deutschland" und "Österreich" raus. Das selbe mache ich für meine "Versandzone 2", nur dass ich andere Länder auswähle. Da die Regeln nun definiert sind, gehe ich zu Einstellungen -> Versand, um meine Versandkosten anzupassen. Ich bearbeite die Versandart "Standard" und kann unten bei den Preisen nun eine Einschränkung aus den angelegten Regeln wählen. Ich nehme die "Versandzone 1" und kann nun die Preise eintragen, die ich für die Lieferung nach Deutschland und Österreich verlangen möchte. Weil wir aber noch eine zweite Versandzone haben, gehe ich unten einmal auf Preismatrix hinzufügen und wähle für diese zweite Preismatrix die "Versandzone 2" aus. Hier kann man übrigens bei "Warenkorb Eigenschaft wählen" aussuchen, ob sich die Versandkosten nach Anzahl der Produkte, Gewicht, Volumen oder Preis staffeln sollen. Noch die Preise eintragen – that's it.

2. Rabattaktion "Zwei Produkte für Eins"

Schauen wir uns noch einen etwas komplexeren Use Case des Rule Builders an. Ich möchte, dass meine Kunden im Warenkorb automatisch und ohne Code eingeben einen Rabatt bekommen, wenn sie zwei Artikel aus einer bestimmten Kategorie kaufen. Dann soll der Preis des teureren Artikels als Rabatt abgezogen werden. Da ich die Regeln dann auch direkt über das Rabatt Modul neu anlegen kann, gehen wir direkt auf Marketing -> Rabatte und Aktionen. Ich lege eine neue Aktion mit dem Namen "2 für 1" an, wähle den Verkaufskanal und die Dauer des Angebots aus und gebe bei Anzahl pro Kunde "1" ein, damit man die Aktion nur einmal nutzen kann. Im Tab Bedingungen geht's ans Eingemachte. Ich möchte, dass alle meinen Kunden den Rabatt bekommen, also wähle ich bei Zielgruppe "All Customers" aus.

Bei den Warenkorb-Regeln erstelle ich mir nun eine neue Regel. Diese nenne ich "2 für 1 Aktion" und wähle anschließend meine Bedingungen aus. Ich möchte, dass der Rabatt nur für die Kategorie "Kaffeebedarf" gilt UND es müssen zwei oder mehr Artikel im Warenkorb sein. Speichern und weiter geht's bei den Rabatten im Tab Rabatte.

Zunächst einmal soll der Rabatt auf den Warenkorb angewandt werden und ich aktivere "Nur auf ausgewählte Produkte anwenden". Die Kategorie der Produkte habe ich ja vorab schon gewählt, deswegen wähle ich im aufploppenden Eingabefeld nur "Always valid" als Regel aus. Die Funktion brauche ich nur, damit der Gutscheinwert auf den Produktpreisen basieren kann. Der Rabatt soll nach aufsteigendem Preis auf das 2. Produkte angewendet werden. Bei Art wähle ich Festpreis aus, damit der Produktpreis übernommen wird. Der Wert dahinter ist mehr ein symbolischer und wird im Warenkorb dann durch den Produktpreis ersetzt, der abgezogen wird. Das war's! Im Warenkorb sehe ich jetzt meine neue Aktion, sobald ich zwei Produkte der Kategorie drin habe.

Fazit zum Shopware 6 Rule Builder

Das waren jetzt nur zwei von zigtausenden, möglichen Anwendungsfällen zum Shopware Rule Builder. Bei so vielen Möglichkeiten sind der Kreativität für Aktionen kaum Grenzen gesetzt, was vermutlich alle Marketer freuen wird. Die Regeln lassen sich aber nicht nur auf Rabatte oder Versandkosten anwenden, sondern beispielsweise auch auf die normalen Produktpreise, die Verfügbarkeit von Zahlungsarten und in Zukunft sicher auch noch auf vieles mehr. Nach unserem ersten Eindruck ist der Rule Builder eines der wesentlichen Features von Shopware 6, das Shop-Betreibern das Leben erleichtern, wenn sie ein wenig Logik in ihrem Shop bringen wollen – und das ganz ohne Entwicklerhilfe.

Schon seit ein paar Jahren bin ich persönlich Fan von dem Shopware System. Sowohl für Shopbetreiber als auch für Entwickler ist das System meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl. Da war die Nachricht, dass Shopware 6 nun eine komplett verbesserte Neuauflage werden soll, natürlich Musik in meinen Ohren. Dank eines zukunftsorientierten Projekts unserer Kunden, durfte ich nun auch in den letzten drei Monaten ran an den Speck. Die Entscheidung eine Shopentwicklung mit einem halbfertigen Shopsystem anzubieten, war allerdings keine leichte. Denn gerade im Dezember, als wir die ersten Gespräche zum Projekt hatten, war Shopware 6 noch nicht einmal offiziell released. Das sieht jetzt anders aus, denn mit Shopware 6.1 soll das System für einen Produktivshop voll einsatzfähig sein. Ich habe damit so meine eigenen Erfahrungen gemacht – positive wie negative.

Das Look-and-Feel von showpare 6

Die ersten Schritte waren für mich einfach mal eine Demoversion von Shopware 6 aufzusetzen. Also habe ich von der Shopware Webseite den offiziellen Installer heruntergeladen und installiert. Das hat alles problemlos funktioniert und nach kurzer Zeit durfte ich meinen neuen Shop, inklusive Demoprodukten und -kategorien bewundern. Das Standard-Theme von Shopware 6 hat eine extrem cleane Optik. Alles ist aufgeräumt, sauber aufgebaut, man findet sich direkt zurecht. Für viele mag das ein wenig nackig aussehen, aber als Ausgangspunkt, um eigene Designs umzusetzen, ist das perfekt so. Der altbackene Look von Shopware 5 war natürlich der Laufzeit geschuldet, aber ich bin dennoch froh um das neue Gewand, das zumindest zum aktuellen Zeitpunkt deutlich zeitloser wirkt. Aber wer weiß schon, was in drei Jahren im Webdesign so los ist.

Ein Blick hinter die Kulissen – das Backend von Shopware 6

Viele Shopbeitreiber sind aber sicherlich auch gespannt, wie das neue Backend aussieht. Ich persönlich fand die Oberfläche auch in Shopware 5 in Ordnung, aber inzwischen leider auch nicht mehr zeitgemäß. Mit Shopware 6 ändert sich das radikal. Das Dashboard heißt mich mit zwei mageren Statistiken willkommen, aber ich bin sicher, dass an dieser Stelle früher oder später noch mehr nachgeliefert wird. Links finde ich übersichtlich strukturiert alle relevanten Menüpunkte. Die Optik ist auch hier wunderbar reduziert, aber auch ansprechend, um Augenkrebs zu vermeiden. Zunächst einmal wirkt es auch, als wäre alles wichtige Vorhanden. Produkte, Kategorien, Bewertungen, Kunden, Bestellungen... huch, wo ist denn der Blog? Na gut, diesen gibt es aktuell noch nicht. Ein wenig schade wie ich finde, vor allem für Shopbetreiber, die einen Blog für die Suchmaschinen-Optimierung nutzen möchten. Alternativ könnte man das so lange über die neuen Erlebniswelten lösen, was aber etwas umständlich wäre. Schade, aber lasst uns doch direkt weiter über die Erlebniswelten reden.

Erlebniswelten – erleben statt einfach nur einkaufen?

Früher hießen sie Einkaufswelten, aber der gediegene User möchte heute ja auch beim Onlineshoppen etwas erleben, also Erlebniswelten. Ich bin gespannt, wann mein Gehirn es schafft sich auf den neuen Begriff einzustellen, aber das ist mein Problem. Die neuen Einkaufswelten sind in verschiedene Kategorien strukturiert: Shopseiten, Landingpages und Kategorieseiten. Damit sieht man bereits, dass die ursprünglichen Shopseiten, die CMS-Pages, nun hier integriert wurden. Das finde ich persönlich super, so reduziert man die verschiedenen Stellen, an denen man Content einpflegen kann auf einen zentralen Punkt. Auch Kategorie-Seiten lassen sich dadurch schöner pflegen. Denn wenn ich beispielsweise eine Erlebniswelt für Kategorien anlege, in der über dem Artikel-Listing ein Bild und ein kurzer Beschreibungstext angezeigt werden soll, muss ich das nur einmal tun. In der Kategorie selbst kann ich diese Erlebniswelt dann auswählen und direkt dort den Text einfügen. Praktische Sache. Ansonsten sind die Erlebniswelten aber noch sehr basic. Es gibt ein paar vorgefertigte Blöcke, aber mir fehlt das Spaltensystem der alten Einkaufswelten. Aktuell lassen sich ein- bis dreispaltige Zeilen anlegen ohne Individualisierungsmöglichkeiten. Mit einem Page Builder wie man ihn beispielsweise aus WordPress kennt, lässt sich das bei Weitem nicht vergleichen. Von einem Erlebnis kann man hier noch nicht wirklich sprechen.

Der Rule Builder – ein Gamechanger für Shopbetreiber?

So richtig eingehend habe ich mich mit dem Rule Builder noch nicht beschäftigt, das gebe ich offen zu. Unser Projekt ist einfach noch nicht auf dem Stand. Das was ich bisher davon gesehen habe, kann für viele Shopbetreiber eine enorme Hilfe sein. Damit kann man komplett individuelle Regeln basieren, die beispielsweise auf Produktpreise oder Versandkosten angewandt werden. Zum Beispiel könnte ich Sonntags grundsätzlich 10% Rabatt geben. Oder natürlich Kunden aus bestimmten Ländern Aufschläge für Versandkosten eintragen. Die Möglichkeiten hierbei sind aber deutlich vielseitiger als diese einfachen Beispiele. Genauer könnt ihr Euch das und auch die anderen Features anschauen, wenn ihr Euch von Shopware einen Demoshop aufsetzen lasst.

Fazit

Nach der ersten Euphorie kam bei mir tatsächlich erstmal die Enttäuschung, das man es bei Shopware 6.1 meiner Ansicht nach noch nicht mit einem fertigen Shopsystem zu tun hat. Einige Features fehlen noch, wie eben beispielsweise der Blog und die Merkliste, die meiner Ansicht nach zum Grundstock eines Shopsystems gehören würden. Aber man kann jetzt schon deutlich erkennen, wo die Reise hingehen soll und das ist extrem vielversprechend. Sprich, ich bin wahnsinnig motiviert Shopware 6 Projekte umzusetzen und würde inzwischen persönlich auch die Finger von Shopware 5 lassen. Das Potential der neuen Version ist sowohl für Shopbetreiber als auch für Entwickler sehr groß. Auch wenn ich als Entwickler das ein oder andere mal bereits geflucht habe – aber dazu mehr in unserem Teil 2 der Shopware 6.1 Bestandsaufnahme, der in den nächsten Wochen erscheinen wird.

In der weiten Welt der WordPress Community gibt es unzählige Plugins, manche kostenfrei, manche kostenpflichtig. Es ist nicht so einfach in diesem Überangebot genau das richtige Plugin für Deinen Zweck zu finden. Und weil jeder über die Zeit seine eigenen Favoriten findet, stelle ich Dir gleich meine Top 5 Premium WordPress Plugins vor. Aber bevor wir dazu kommen, möchte ich Dir ein paar Tipps geben wie du das richtige Plugin für dich findest.

Wie finde ich das richtige WordPress Plugin?

Zuallererst solltest du Dich Fragen, ob du wirklich ein Plugin brauchst. Vermutlich jeder WordPress-Betreiber hat über die Jahre festgestellt, dass sich ziemlich schnell ein großer Haufen Plugins anhäuft. Man fängt vielleicht mit 5 Stück an, aber nach 2 Jahren sind es dann plötzlich eher 30 aktive Plugins. Und das willst du unbedingt vermeiden. Denk einfach daran, dass mit jedem Plugin unter Umständen eine Sicherheitslücke für Hacker geöffnet wird. Oder, dass jedes Plugin deine Seitenladegeschwindigkeit beeinflussen wird. Brauche ich wirklich ein Plugin für Schneeflocken auf meiner Webseite? Oder das Chrome Dinosaurier Spiel für meine 404 Fehler Seite? Kein weiterer Kommentar. Been there. Done that. Auch für die Entwickler unter Euch gilt das natürlich. Auf ein Plugin, dessen Funktion du selbst auch schreiben kannst, solltest du verzichten, solange der Zeitaufwand in Relation steht.

Wenn Du dir nun aber sicher bist, dass du das Plugin benötigst, dann nutze deine favorisierte Suchmaschine und begib dich auf die Jagd nach dem richtigen Plugin. Ähnlich wie in meinem Beitrag zum Thema "Wie finde ich das richtige WordPress-Theme" solltest du auf ein paar Dinge achten und zwar unabhängig davon, ob das Plugin etwas kostet:

Aber nun genug der Vorrede, hier kommen meine persönlichen Top 5 Premium WordPress Plugins. Alle davon habe ich selbstverständlich nicht nur auf einer Seite im Einsatz und den Großteil schon über einen langen Zeitraum hinweg. Natürlich bekommst Du auch bald eine Top 5 der kostenlosen Plugins von mir.

Meine Top 5 Premium WordPress Plugins

Platz 5 – Image Map Pro

Preis: 39$
Kategorie: Image Mapper
Hier kaufen: CodeCanyon*

Fangen wir mit einem Plugin an, das ein relativ spezielles Einsatzgebiet hat, aber für mich trotzdem super spannend ist. Image Map Pro ist ein Image Mapper. Das bedeutet, du kannst ein Bild hochladen und dann verschiedene Regionen auf diesem Bild mit einer Sektion markieren. Beim Hover dieser Sektion kann jeweils ein Tooltip angezeigt werden. Ursprünglich haben wir es genutzt, um bei einem Produktbild Hotspots zu markieren und damit die einzelnen Bestandteile zu erklären. Aber das Plugin lässt sich selbstverständlich vielseitig verwenden. Z.B. für Grundrisse, Weltkarten mit Deinen Firmenstandorten – die Möglichkeiten sind endlos. Dazu sind svg Karten von sehr vielen Ländern und Kontinenten enthalten, die direkt dafür genutzt werden können. Auch kann man es auch recht schön individualisieren, natürlich ohne jegliche Programmierkenntnisse.

Platz 4 – EventON

Preis: 20$
Kategorie: Kalender-Plugin
Hier kaufen: CodeCanyon*

EventON ist der absolute Newcomer in meiner Topliste, denn ich habe es erst seit ein paar Monaten auf einer Kundenseite im Einsatz. Für mich ist es aber ein toller Event Kalender, der sich in der Optik auch von der Konkurrenz abhebt. Ich finde die Darstellung wirklich sehr schön und auch flexibel.

Events lassen sich mit Titel, Untertitel, Datum, Location, Beschreibung, Organistoren und eigenen Kategorien anlegen. Für Deine Website-Besucher ist auch super, dass man sich die Events per Link gleich in den eigenen Kalender laden kann. Die Einstellungen im Backend sind sehr umfassend, sowohl was die Funktionalität als auch den Look angeht. Das einzige Manko: Wenn Du Tickets zu deinen Veranstaltungen über die Webseite verkaufen möchtest, kostet das hauseigene Addon dafür nochmal eine Stange Geld. Für mich war diese Funktion aber irrelevant.

Platz 3 – Slider Revolution

Preis: 29$
Kategorie: Slider
Hier kaufen: CodeCanyon*

Dieses Plugin wird dem ein oder anderen vielleicht bekannt sein, denn Slider Revolution ist in sehr vielen WordPress Themes integriert und wird oft als DAS Slider Plugin schlechthin gefeiert. Über die Jahre hinweg habe ich es auch immer wieder verwendet und so auch die Entwicklung mitbekommen. Wichtig ist aber, dass ich es definitiv nicht für einfache Bild Slider verwenden würde, denn dieses Plugin ist so vollgepackt mit Funktionen, dass es entsprechend auch die Ladezeit in die Höhe treibt. Wenn man aber komplexere Slider haben möchte, mit interaktiven Layern, Animationen oder gespeist mit Informationen aus verschiedensten Quellen (Beiträge, WooCommerce, Produkte, Instagram Feeds, usw.), dann ist Slider Revolution eine gute Wahl. Die Bedienung ist nicht ganz einfach und hat auch bei mir schon für jede Menge Frustration gesorgt, aber mächtig ist das Plugin allemal. Theoretisch könnte man damit sogar ganze Webseiten bauen, wenn man das möchte.

Platz 2 – iThemes Pro Security

Preis: 52$
Kategorie: Sicherheit
Hier kaufen: iThemes*

Sicherheit ist bei WordPress Webseiten ein sehr wichtiges Thema. Dabei gibt es Plugins, die Dich dabei unterstützten die meisten Hacker von deiner Webseite fernzuhalten – eine hundertprozentige Sicherheit gibt es dabei aber nie. Und denk nicht, dass Deine Seite zu klein und uninteressant für Hacker wäre, denn dem ist nicht so. iThemes Security ist in punkto Sicherheit meine erste Wahl und das auch schon seit einigen Jahren. Es gibt übrigens auch eine Free Version, die an sich schon sehr mächtig und auf jeden Fall empfehlenswert ist. Die Pro Version zeichnet sich zum Beispiel noch durch einen Malware Scanner aus, der deine Webseite auf schädliche Dateien scannt. Wenn Du hier Settings vornimmst, solltest du das aber unbedingt mit deinem Webmaster, deiner Agentur oder deinem WordPress Guru absprechen, denn unter Umständen könnte iThemes dann gewisse Funktionen blockieren.

Platz 1 – WP Rocket

Preis: 49$
Kategorie: PageSpeed Optimierung
Hier kaufen: WP Rocket*

An the winner iiiiis: Schlussendlich steht bei mir auf Platz 1 aktuell WP Rocket, mein liebstes Plugin, um die Seitenladegeschwindigkeit zu optimieren. Auch hier gibt es natürlich kostenlose Alternativen, mit hat es WP Rocket aber aus verschiedenen Gründen angetan. Zum einen sind die Einstellungen übersichtlich, gut erklärt und umfangreich. Man kann nicht nur die üblichen Settings für das Caching und Minifizieren von HTML, CSS und JS-Dateien machen, sondern auch Lazy Loading für Bilder oder Videos oder ein CDN integrieren. Alles in allem ist es einfach ein top Plugin, um deine Seite schneller zu machen und das ist heutzutage wirklich essentiell.

*Affiliate-Link: Wenn Du über diesen Link einen Kauf tätigst, bekommen wir eine Provision. Dich kostet das natürlich keinen Cent mehr.

In Agenturen ist Zeiterfassung meistens ein viel diskutiertes Thema und es hat sein für und wieder. Für einen Mitarbeiter bedeutet es natürlich Aufwand seine Zeiten exakt zu erfassen und zu dokumentieren. Und so mancher könnte diese Maßnahme als Folge von Misstrauen deuten. Aber bedeutet es wirklich, dass ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern misstraut, weil er möchte, dass diese ihre Zeiten dokumentieren?

Warum brauchen wir so einen Unsinn wie Zeiterfassung?

Für uns ist das Time Tracking das Mittel schlechthin um zu sehen, ob wir unsere Angebote richtig kalkulieren. Wie sollten wir sonst überprüfen, ob wir genügend oder viel zu viele Stunden in Angeboten berechnen? Dazu kommt, dass wir auch Leistungen stundenbasiert abrechnen, hierfür ist ein sauberes Time Tracking einfach unerlässlich, da uns sonst einfach Umsätze flöten gehen. Denn wir haben für unsere Agentur beschlossen: Wir verkaufen unsere Arbeitszeit, nicht ein fertiges Produkt.

Das bedeutet auch, dass für uns nur die projektbezogene Zeiterfassung relevant ist. Unsere Arbeitszeit an internen Aufgaben wird nicht gemessen und wir stempeln auch nicht morgens ein und abends aus. Da wir keine direkten Angestellten haben, sondern es nur um unsere Zeiten geht, also die der Gesellschafter, brauchen wir uns über derartige Kontrolle keine Gedanken machen. Mit Mitarbeitern sieht das ganze natürlich anders aus. Wir würden dennoch mit dem vertrauensbasierten Ansatz gehen, dass nur an Kunden verkaufte Stunden getrackt werden müssen. Letzten Endes muss man dafür aber selbstverständlich auch die richtigen Mitarbeiter haben.

Das richtige Time Tracking Tool

Damit das Time Tracking nicht zum absoluten Nervtöter wird, gibt es Tools, die uns das Leben erleichtern. Hierbei sollte man unbedingt auf die persönlichen Präferenzen achten. Ein Tool sollte folgendes leisten:

Für uns fällt damit eine Lösung wie die Zeiten am Ende des Tages in eine Tabelle zu schreiben vollkommen flach. Im Nachhinein Zeiten zu schreiben ist viel zu ungenau und man vergisst gerne etwas. Einer der wichtigsten Punkte für die Wahl eines Tools ist die Anbindung an das Projektmanagement System. Denn als Agentur hat man sicherlich irgendeine Software, um Projekte zu verwalten, wie etwa JIRA, asana und wie sie nicht alle heißen. Im Idealfall integriert sich also das Time Tracking direkt in das Projektmanagement Tool. Manche davon haben diese Funktion bereits integriert, andere müssen damit erweitert werden. Als Projektmanagement Tool verwenden wir YouTrack und haben dort eine Timer, den wir mit Start und Stop bedienen können. Dann werden unsere Zeiten exakt und direkt in den Task übertragen, an dem wir gearbeitet haben. Für uns eine absolut komfortable Lösung, weil wir so auch direkt erkennen können wie viel der veranschlagten Zeit bereits aufgebraucht ist.

Für all diejenigen, die das aber gern vergessen, weil sie den Tab im Browser längst geschlossen haben, gibt es aber auch Abhilfe. Vor einiger Zeit habe ich mir den handlichen Würfel von timeular* zugelegt. Das schicke, kleine Büroaccessoires steht unscheinbar in seiner Halterung, bis ich ihn auf eine Seite drehe und die Zeit für dieses Projekt zu laufen beginnt. Für alle, die gern etwas haptisches haben, um sich an die Zeiterfassung zu erinnern, ist das ein super Produkt. Der Würfel hat 8 Seiten, die man beliebig beschriften oder mit den mitgelieferten Aufklebern verzieren kann. Sobald man die Seite wechselt, wird die alte Zeitbuchung eingetragen und die neue beginnt zu laufen. Die Zeiten werden in der hauseigenen Software eingebucht, die über Bluetooth mit dem Würfel verbunden ist.

Ich war gerade anfangs wirklich sehr begeistert davon, nur gibt es auch mit timeular gewisse Grenzen. Acht Würfelseiten waren für mich einfach nicht genug, da ich dann nicht ohne einen weiteren Handgriff auf jedes meiner Projekte tracken kann. Und mir fehlt an dieser Stelle dann auch die Integration mit unserem Projektmanagement Tool. Wer aber beispielsweise mit JIRA arbeitet, der kann timeular dank der seamless Integration sicher auch sehr produktiv nutzen.

Fazit: Time Tracking zur Umsatzmaximierung und nur mit Vertrauen

Wir sind absolut für Time Tracking, wenn es um Budgets, Rentabilitätskontrollen und dergleichen geht. Dann ist es unabdingbar zu wissen, wie viel Zeit man für verschiedene Aufgaben braucht. Wer aber komplett nach einem anderen Abrechnungssystem arbeitet, also z.B. eher Produkte statt einer Dienstleistung verkauft, kann unter Umständen auch vollständig auf die Zeiterfassung verzichten.
Zeiterfassung zur Kontrolle der Mitarbeiter finden wir persönlich ein No-Go. Wer es darauf anlegt, kann auch hier falsche Zeiten eintragen und Misstrauen sollte nicht die Basis einer Beziehung zwischen Arbeitgeber und -nehmer sein. Wir sind mit unserem System aktuell ziemlich happy – Blogbeitrag auf Wiedervorlage in einem halben Jahr. Dann gibt's ein Update ?

 

*Affiliate-Link: Wenn Du über diesen Link einen Kauf tätigst, bekommen wir eine Provision. Dich kostet das natürlich keinen Cent mehr.

Liebesbeweis an: Die Umwelt & die Monte Schüler
Organisation: Montessori Kaufering e.V.
Spendensammlung durch: gofundme Crowdfunding
Mach mit: www.gofundme.com

Mit #fridayforfuture wurde eine ganze Generation zum Sinnbild für Umweltschutz. Doch auf eine Demo zu gehen reicht den Montessori Schülern aus Kaufering, Bayern, nicht aus. Mit einem Zweimast-Stagsegelschoner wollen die Schüler zwei Monate lang über Südengland, Frankreich, Spanien, Portugal, die Kanarischen Inseln, Madeira und die Azoren wieder zurück zu ihrem Ausgangspunkt segeln. Dabei ist das Ziel an Stränden und im Meer so viel Plastik wie möglich zu sammeln. Die dabei gesammelten Daten werden auch Forschungsinstituten zur Verfügung gestellt, um einen Überblick über den aktuellen Zustand der Meere zu erhalten. Und ganz nebenbei sollen die Schüler natürlich auch etwas über die Geschichte der bereisten Länder, das Segeln an sich und vieles andere lernen.

Das Projekt hat es mir gleich aus mehreren Gründen angetan. Zum einen ist es grandios, dass so junge Menschen sich mit solcher Hingabe dafür einsetzen einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Es gehört ja auch eine Portion Mut dazu zwei Monate auf hoher See zu verbringen (und übrigens auch Hut ab gegenüber der Eltern, die ihren Kindern diese Chance geben!). Ich persönlich weiß nicht, ob ich in meiner Schulzeit mich etwas derartiges getraut hätte (vor allem da ich vermutlich ab dem ersten Tag seekrank in der Ecke gelegen hätte). Aber auch der Schule gebührt entsprechende Anerkennung, dass so etwas gemeinsam mit den Schülern organisiert wird. Schließlich werden auch Lehrer dieses Unterfangen begleiten und da wäre es auch einfacher zu sagen: Ach, muss das sein. Und zu guter Letzt versuchen Schule und Schüler gemeinsam Spenden für diese Reise zu sammeln, um nicht die Familien finanziell zu belasten und es wirklich jedem Kind zu ermöglichen teilzunehmen.

Auch Du kannst dieses ehrgeizige Projekt unterstützen, indem Du für die Crowdfunding Kampagne spendest oder diese in den sozialen Medien teilst. Auch Wir haben natürlich auch eine Kleinigkeit gespendet und freuen uns auf die Berichte sobald es losgeht!

Diese Frage stellen sich gerade viele junge Unternehmer, die versuchen ihre Webseite selbst zu erstellen. Und dabei ist es nicht unbedingt die beste Entscheidung einfach das Theme mit der schönsten Demo zu kaufen. Die Wahl sollte gut überlegt sein und damit Du die richtige Entscheidung triffst, haben wir ein paar heiße Tipps für Dich. (Und hey, der Artikel hat ein paar Affiliate Links – aber nur für echte Empfehlungen. Wenn du die Links zum Kaufen benutzt, unterstützt du uns dabei, weiterhin Content für dich liefern zu können, also vielen Dank!!)

Free oder Premium WordPress Theme?

Da es so einige kostenlose WordPress Themes auf dem Markt gibt, ist es kein Wunder, dass dies die erste Entscheidung ist, die wir treffen müssen. Klar nutzen wir alle gerne kostenlose Tools, aber leider ist es nunmal häufig so, dass Qualität kostet. Und das gilt auch für WordPress Themes. Ich selbst habe vor Jahren bei meiner ersten Webseite – damals für's Fotografieren – ein kostenloses Theme genommen, weil ich nicht viel Geld ausgeben wollte. Allerdings habe ich schnell gemerkt, wie wahnsinnig limitierend das war und konnte zum Glück mit meinen Programmierskills zumindest etwas aus dem Theme rausholen. Sicherlich gibt es akzeptable kostenlose Themes, dennoch würde ich lieber das kleine Geld investieren, um vielleicht eine Lösung zu haben, die mit nicht so stark einschränkt und vor allem etwas länger hält. Denn bei kostenlosen Themes kann man den Hersteller-Support meistens vergessen und früher oder später verschwindet es vielleicht komplett vom Markt.

Was darf ein WordPress Theme kosten?

Wenn wir nun also sagen, wir möchten etwas Geld investieren, um ein Theme zu kaufen: Wie viel darf das denn sein? WordPress Themes kosten kein Vermögen. Durchschnittlich liegen die Preise zwischen 30 und 70 Euro. Letzten Endes liegt es natürlich bei Dir, wie viel du ausgeben möchtest, aber alles in diesem Bereich ist völlig okay. Solltest du auf ein Theme stoßen, das wesentlich mehr kostet, schau es dir genau an, bevor du zuschlägst.

Worauf muss ich beim Themekauf achten?

Kommen wir zum Kern des Ganzen: Wenn ich ein Theme kaufe, gibt es bestimmte Dinge, auf die ich besonders achte.

Für meine Theme-Suche nutze ich die Plattform Themeforest von Envato*. Das ist mit der größte Marktplatz für Themes, Plugins, Grafiken und vieles mehr und ich bin dort immer fündig geworden. Ich suche dort also nach "Wordpress + ggf. die Branche oder Stil" und dann fange ich zu stöbern an.

Bei den Filtern wähle ich direkt nur Themes aus, die durchschnittlich mehr als 4 Sterne bei den Bewertungen haben. Denn es gibt so viel Auswahl, da will ich nur das Beste sehen. Ich habe allerdings auch immer die Anzahl der Sales im Auge. Im Normalfall möchte ich ein Theme, dass zumindest ein paar hundert Mal verkauft wurde, damit die Sterne-Bewertung wenigstens einigermaßen aussagekräftig ist. Je mehr Verkäufe natürlich ein Theme hat, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in meinem Umkreis oder vielleicht sogar die Konkurrenz dasselbe Theme wählt. Aber damit muss man im Grunde immer rechnen, wenn man sich kein Individualdesign programmieren lässt. Jetzt habe ich also eine Übersicht der Themes*, die in Frage kommen können und schaue mir ein paar genauer an.

Ich habe mir ein paar Themes in einem neuen Tab geöffnet und gehe diese jetzt der Reihenfolge nach durch. Bevor ich mit eine Demo anschaue, werfe ich zuerst einen Blick auf die Facts, weil ich mich nicht von einem hübschen Look voreinnehmen lassen möchte. Dazu schaue ich mir die rechte Sidebar an, in der ich gleich als erstes sehen, wann das Theme zuletzt geupdated wurde und wann es erstellt wurde. Das letzte Update sollte nicht länger als zwei, drei Monate her sein, da wir sonst einfach Gefahr laufen, dass das Theme mit aktuellen Versionen von WordPress oder Plugins nicht kompatibel sein könnte. Das Alter des Themes ist nicht immer ein guter Anhaltspunkt. Ganz generell würde ich sagen, alles zwischen einem und drei Jahren ist in Ordnung, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Mein Lieblingstheme z.B. ist stolze 4 Jahre alt! Aber es wurde einfach über lange Zeit hinweg ständig aktualisiert, sodass es immer noch ein Top Theme ist. Bei Themes, die sehr jung sind, lohnt es sich einen Blick in das Portfolio des Herstellers zu werfen. Gibt es da andere Themes, die älter sind und immer noch geupdated werden? Denn die Gefahr des Verschwindens besteht natürlich auch bei Premium Themes. Auch ich hatte schon den Fall, dass nach zwei Jahren ein Theme einfach vom Marktplatz gelöscht wurde und man dementsprechend auch keine Updates mehr bekam. Kommt dazu eine große technische Neuerung (wie z.B. die Umstellung der Php Versionen, die vielleicht der ein oder andere mitbekommen hat) kann das schonmal das Aus für die Webseite bedeuten. Deswegen verlasse ich mich am liebsten auf bekannte Hersteller, denen ich vertraue. Eine 100%ige Sicherheit wird es da aber nicht geben.

Etwas weiter unten in der Infobox siehst Du dann noch mit welchen Browsern und WordPress Versionen das Theme kompatibel ist. Achte da einfach darauf, dass hier aktuelle Versionen mit aufgelistet sind.

In der Beschreibung des Themes solltest Du einen Abschnitt finden, indem Dir die mitgelieferten Plugins angepriesen werden. Achte darauf, dass ein PageBuilder mit an Board ist wie z.B. WPBackery Page Builder, Elementor oder Cornerstone. Diese erleichtern die den Aufbau der Seiten enorm. Zusätzlich kann es nützlich sein, wenn ein Slider-Plugin mit inbegriffen ist, damit das nicht extra gekauft werden muss. Solltest du einen WooCommerce Shop an deine Webseite dranhängen wollen, muss das Theme selbstverständlich mit WooCommerce kompatibel sein. Mit weitere Features wie mobile Optimierung, SEO Ready, etc. wirft eigentlich jedes Theme um sich.

Jetzt darf ich mir endlich die Demo ansehen. Bei Themeforest klicke ich dazu auf das große Bild oben und kann mich dann durch die ausgestellten Seiten klicken. Schau Dir das ruhig ausführlich an, den Look des Menüs, Hover Effekte und schau eventuell sogar mit Deinem Handy auf die Demo-Seite, ob es Dir auch responsive gefällt. Achte auch ein wenig darauf, ob die Seitenladegeschwindigkeit in Ordnung ist. Oft sind Demo-Seiten zwar viel vollgepackter als Deine Webseite es sein wird, aber wenn du auf eine Seite jetzt schon mehr als 4 Sekunden warten musst, ist das alles andere als optimal.

Fazit

Auf diese Art vergleiche ich normalerweise 4-8 Themes miteinander und nehme am Schluss das, das alle meine Anforderungen erfüllt und mir optisch am besten gefällt.

Zum Schluss möchte ich gerne noch mein Lieblingstheme erwähnen, dass ich seit einigen Jahren immer wieder in Benutzung habe, weil es einfach Top ist. Flexibel, über Jahre hinweg aktuell gehalten, schön cleane Optik und jede Menge Funktionen. Das ist das Uncode* vom italienisch-schwedischen Hersteller Undsgn und da dafür gibt’s definitiv eine klare Empfehlung von mir. So, jetzt weißt Du endlich, worauf du achten solltest, also ab mit Dir auf die Suche und viel Erfolg!

 

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Wir kennen Barrierefreiheit unter anderem von Duschen, U-Bahnhöfen, Dokumenten und Büros – also aus den verschiedensten Bereichen unseres Alltags. Aber da, wo wir uns sehr häufig aufhalten, wird sie oft vernachlässigt: Im Web.

Warum Barrierefreiheit im Web?

Ebenso wie in den anderen Bereichen des Alltags, geht es darum eine Webseite für alle erlebbar zu machen. Wenn es uns nicht gelingt unsere Inhalte vollkommen barrierefrei anzubieten, dann sollten wir die Webseite zumindest so barrierearm wie möglich gestalten. Warum? Damit jeder Benutzer sich auf Deiner Webseite zurechtfinden kann, egal ob beispielsweise eine Sehbehinderung oder Leseschwäche vorliegt. Ein postiver Nebeneffekt: Von der Barrierefreiheit profitieren alle Nutzer, denn sie wird damit automatisch übersichtlicher, klarer und leichter verständlich. Und ganz nebenbei, aber nicht außer Acht zu lassen, freut sich Google über diese Optimierungen.

Der Selbsttest mit unserer Webseite

Wenn wir schon über Barrierefreiheit auf Webseiten reden, dann sollte man sich natürlich auch direkt bei der eigenen Nase fassen. Also testen wir direkt unsere eigene Startseite auf Barrierefreiheit. Dafür gibt es diverse Tools, ich habe mich für die Chrome Browser-Erweiterung Accessibility Insights for Web entschieden. Als Webentwickler sehe ich damit direkt, wo ich loslegen muss. Mit dem Schnelltest markiert mir die Erweiterung gleich die Fehler auf der Seite:

In einem neuen Fenster öffnen sich die Details dazu. Diese verraten mir, dass der Kontrast des Buttons zu niedrig ist, was in einer schlechten Lesbarkeit resultiert. Da muss man also einfach an den Farben schrauben – kein großer Aufwand. Rechts beschwert sich das Tool über den fehlenden Alternativtext des Bildes und weiter unten auf der Startseite über einen fehlenden Link Text. Alles in allem habe ich schlappe 20 Minuten gebraucht, um diese Optimierungen umzusetzen. Das war aber natürlich nur die Spitze des Eisbergs. Bei der tiefergehenden Analyse stoße ich auf weitere Probleme. Was können Du und ich also tun, um unsere Webseite barrierefreier zu gestalten?

  1. Texte für Links und eingebettete Inhalte
    Links, die zum Beispiel auf Bildern liegen, sollten dennoch einen Text oder Title haben damit klar ist, wohin der Link führt, auch wenn man das Bild nicht erkennen oder sehen kann. Das selbe gilt für eingebettete Inhalte, also zum Beispiel iframes.
  2. Bild Alternativtexte
    Genauso brauchen natürlich Bilder Alternativtexte. Diese werden übrigens auch dargestellt, wenn Bilder aus anderen Gründen nicht geladen werden können und ganz nebenbei sind sie auch ein Leckerli für dein Google Ranking. In WordPress geht das über die Mediathek.
  3. Labels für Kontaktformulare
    Formularfelder sollten immer ein zugehöriges Label haben. Damit wird klar definiert, welche Info in welches Feld eingetragen werden soll.
  4. Farbkontraste
    Einer der wichtigsten Punkte, denn er betrifft viele Menschen. Auf meinem iMac sehe ich Farbkontraste bis ins kleinste Detail, aber auf etwas schlechteren Bildschirmen wird das schon schwieriger. Für Menschen mit Sehschwächen umso mehr. Also achtet darauf, dass sich die Schrift immer gut vom Hintergrund abhebt.
  5. Bedienung per Tastatur ermöglichen
    Man sollte im Idealfall ausschließlich durch die Tastatur auf deiner Webseite navigieren können. Sorgt z.B. dafür, dass man eine Lightbox auch mit der ESC-Taste schließen kann, sonst hängen die User dort fest und kommen nicht mehr weiter. Auch Slider können per Tastatur bedienbar gemacht werden.
  6. Die richtige Sprache angeben
    Damit Vorlesetools die Webseite ordentlich lesen können, muss immer die richtige Sprache angegeben sein.

Testtools sind super, aber…

Natürlich greife ich als Techie zu allererst zu einem Tool, das mir meine Problemzonen aufzeigt und Optimierungsansätze vorschlägt. Aber verlass Dich nicht zu 100% auf technische Hilfen. Wenn Dir das Thema Barrierefreiheit im Web am Herzen liegt, würde ich Dir empfehlen menschliche Tester heranzuziehen. Die Meinung von Betroffenen wiegt immer noch am meisten!

Ansonsten können die Tools auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung sein. Sie helfen Dir einen Blick für die wesentlichen Probleme zu entwickeln und zumeist profitiert Deine Webseite auch insgesamt von den Optimierungen, wie bereits erwähnt. Also: auf die Barrieren, fertig, los!

Quelle: https://webaim.org/projects/screenreadersurvey/

Nach und nach wird die klassische Navigation auf einer Webseite von dem Suchfeld verdrängt. Google beeinflusst unser Verhalten im Web und rückt die Suche immer weiter in den Mittelpunkt. Bedeutet das früher oder später das Aus der klassischen Navigation?

Die Navigation auf einer Webseite ist lange Zeit der zentrale Anlaufpunkt für Nutzer gewesen. Die gesuchten Inhalte findet man über Menüs, die auf unterschiedlichste Art und Weise dargestellt werden können. Heute hat sich das Top-Menü etabliert, das auf der linken Seite das Logo und auf der rechten Seite die komplette Seitenstruktur als Menü darstellt. Auch die laterale Navigation angeheftet im linken Bereich einer Webseite sieht man immer wieder, genauso wie das Burger Menü, das sich von den mobilen Ansichten auch auf die Desktops schleicht.

Wie navigiere ich allgemein am PC?

Wird die klassische Navigation auch weiterhin Bestand haben? Das Suchfeld drängt sich immer mehr in den Vordergrund, vor allem natürlich bei Online Shops. Denn Hand aufs Herz, wer benutzt auf Amazon und Co. denn schon die Kategorieliste und klickt sich da durch? Nein, natürlich tippt man viel schneller den Produktnamen in die Suchleiste ein und filtert vielleicht noch im Nachhinein die Ergebnisse.

Screenshot von www.amazon.de am 28.08.19

Persönlich merke ich diese Entwicklung schon seit einer Weile bei meinem eigenen Verhalten. Anstatt Lesezeichen zu nutzen, tippe ich die Schlagworte lieber in die Browserleiste und lasse mir von meinem Verlauf die entsprechenden Seiten vorschlagen. Als Mac-User öffne ich Apps so gut wie nie mit Dock oder sogar dem Apps-Ordner, sondern nutze einfach Spotlight, die integrierte Suche. Mit einem verinnerlichten Tastenbefehl (cmd + Leertaste) kann ich innerhalb von Sekunden die ersten Buchstaben eintippen und mit Enter öffnet sich auch schon das entsprechende Programm. Selbst auf meinem iPhone suche ich lieber, anstatt zu überlegen in welchem der Ordner nun die gewünschte App abgelegt ist.

Wer benutzt Search Centric Design?

Aber zurück zum Web. Bei Online Shops haben wir im Grunde schon geklärt, dass die Suche ein zentrales Element ist. Bei Amazon nimmt das Suchfeld beispielsweise fast die komplette Seitenbreite ein. Media Markt hat den Header sehr ähnlich gestaltet. Wenn wir uns die restlichen Top 10 der umsatzstärksten Online Shops in Deutschland ansehen, hat jeder davon die Suchleiste im Header integriert – wenn auch nicht alle so prominent wie bei den genannten Beispielen. Auf die klassische Seitennavigation verzichtet aber noch keiner davon.

Screenshot von https://www.tk.de/ am 18.07.2022

Bei Webseiten wird das Thema Search Centric Design noch interessanter. Hierbei sind wir auf der Suche nach Informationen, nicht nach Produkten. Kann dieser Ansatz also bei Webseiten angewandt werden? Wie das wunderbar funktioniert, zeigt die Webseite der Techniker Krankenkasse. Während das klassische Menü dort nur aus zwei Punkten (ohne Dropdown) besteht, ist die Suche ganz klar der Star. Man findet sie nicht nur im Header, sondern auch innerhalb der Seite wird das Suchfeld deutlich in den Vordergrund gerückt.

Was muss die Suchfunktion einer Webseite können?

Persönlich finde ich den Ansatz des Search Centric Design sehr ansprechend und nutzerfreundlich. Aber nur, wenn die Suchfunktion nach gewissen Standards implementiert wird. Das A und O sind dabei die Ergebnisse. Eine Suche muss auf den Punkt genau die Produkte oder Unterseiten ausspucken, die auch wirklich relevant sind. Wirft man z.B. einen Blick auf die normale WordPress Suche, sieht man gleich ein Negativ-Beispiel. Was also muss die Suche können?

Und was bringt mir das Ganze?

Nicht immer ist Search Centric Design die beste Lösung. Wenn ihr z.B. nur wenige Unterseiten habt, gibt es schließlich kaum Inhalt, den man durchsuchen kann. Bei sehr großen Seiten kann im Gegenzug die Liste der Ergebnisse erschlagend lang sein. Für uns ist das Search Centric Design ein klarer Fall für A/B-Testings. Probiert also auf Eurer Seite aus, wie sich die Nutzer Verhalten wenn ihr die Suche in den Vordergrund rückt. Für Online Shops ist die Suche aber in jedem Fall ein Must-Have und am besten auch an prominenter Stelle. Je schneller Eure Kunden an ihren gewünschten Zielort kommen, umso zufriedener sind sie, wodurch auch die Kaufrate ansteigen kann. Wenn ihr auf eine Navigation komplett verzichtet oder sie vielleicht in ein Burger-Menü packt, profitiert ihr außerdem von einem übersichtlicheren Design für euren Header. Damit könnt ihr die Aufmerksamkeit des Nutzers klar auf das Suchfeld lenken. Aber: Wie bereits erwähnt, muss die Suche einwandfrei funktionieren. Liefert sie irrelevante Ergebnisse oder braucht sie zu lange, könnt ihr auch das genaue Gegenteil erreichen.

Seid auch vorsichtig damit, die Navigation komplett von Eurer Webseite zu verbannen. User, die sich nicht exakt wissen wonach sie suchen, sondern sich eher inspirieren lassen möchten, könntet ihr ansonsten verlieren. Der ideale Weg wäre für uns also diese Elemente ineinandergreifen zu lassen und je nach Bedarf den Fokus auf die Suche oder die Navigation zu setzen.

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