Responsive Suchanzeigen bei Google Ads

Seit einigen Jahren ist neben den klassischen Textanzeigen von Google Ads auch ein weiteres Anzeigenformat verfügbar. Die sogenannten Google Response Ads (RSA). Dies war eine gute Ergänzung zu den klassischen Textanzeigen. Doch bekommen die RSA ab Juni nun noch mehr Bedeutung – wir schreiben diesen Blogbeitrag schließlich nicht ohne Grund :). Ab Ende Juni wird es keine erweiterten Textanzeigen mehr geben. Deswegen wollen wir auf die responsive Suchanzeigen jetzt mal genauer eingehen.

Was unterscheidet diese responsive Suchanzeigen eigentlich vom klassischen Anzeigenformat? Und was macht eigentlich eine erfolgreiche responsive Suchanzeige aus?

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Was unterscheidet responsive Suchanzeigen von erweiterten Suchanzeigen?

 

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Die erweiterten Suchanzeigen sind in sich geschlossene Textanzeige mit fixem Titel und fixer Beschreibung, so wie in der Abbildung zu sehen ist. Im Endeffekt werden die Texte, so wie sie in der Vorlage vorgegeben sind, dann auch in den SERPs angezeigt, im schlimmsten Fall ändert sich hier nur die Reihenfolge der Textbausteine. Erweiterte Textanzeigen geben uns Marketern dadurch viel Kontrolle und gute Vergleichsmöglichkeiten der verschiedenen Anzeigen. Damit ging jedoch bisher immer viel Zeitaufwand einher, da jede Anzeige neu erstellt werden muss und die Kombination verschiedener Textelemente immer eine neue Anzeige bedeutete. Dieses System wird nun von einem halbautomatischen System abgelöst, den responsiven Suchanzeigen.

Die Inhalte der responsiven Suchanzeigen werden von dem Account Manager gepflegt, die künstliche Intelligenz übernimmt den Rest. Google bedient sich bei den RSA an dem Wissen des Machine Learning und stellt die eingegebenen Textzeilene immer neu und auf den Suchenden ausgelegt zusammen. Das spart uns Marketern natürlich jede Menge Zeit, macht A/B-Testings der Anzeigen und viel Kontrolle aber leider fast unmöglich.

Google Responsive Search Ads selbst erstellen:

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Wie schon beschrieben liefert bei diesem Anzeigenformat der Accountmanager die Textzeilen und davon nicht zu knapp. Vielmehr wird eine Art von Materialsammlung verfasst aus der die K.I. schöpfen kann. Heißt, zuerst müssen Bausteine für eine responsive Suchanzeige erstellt werden.

Maximal 15 solcher Bausteine kann man pro Anzeige anlegen. Der Anzeigentitel besteht in den SERPs letztendlich aus drei solcher Bausteine. Die KI wählt also drei unserer Bausteine aus und setzt sie möglichst zielführend zusammen. Ein bisschen können wir hier die Texte beeinflussen. Über die Pinnnadel kann festlegen werden, welche Textzeile am Wichtigsten ist und unbedingt an erster Stelle stehen soll. Ansonsten geben wir alles aus der Hand und müssen auf die Intelligenz von Google vertrauen. Google selbst empfiehlt allerdings das Anpinnen nicht, denn das Erstellen der Favoriten verhindert die freie Verwendung der Elemente und Bausteine und damit sozusagen das Ermitteln der Kombinationen, welche den meisten Traffic generieren.

Die Anzeige wird von der KI dann noch mit zwei von den vier Beschreibungstexten vervollständigt. Tadaaaaa – schon ist die perfekte responsive Suchanzeige entstanden, welche jede Suchanfrage individuell und perfekt beantworten kann… hoffentlich.

Die Vorteile von responsive Suchanzeigen

Der größte Vorteil der responsiven Suchanzeigen ist die Flexibilität, denn diese erscheinen immer in der Form, welche die Werbefläche optimal nutzt. Wie schon gesagt, mischt Google die Anzeigentexte auf die gestellte Suchanfrage optimal ab und verspricht damit die besten Ergebnisse. Außerdem passen sich die Anzeigen den jeweiligen Größen des Endgerätes an, auf welchen sie angezeigt werden. Wenn man mit einem Handy oder anderem Mobilen Endgerät nutzt werden kürzere Anzeigen erzeugt. Für den Desktop sind dann im Gegenteil längere Anzeigen relevant, um bei der großen Displaygröße aus dem Vollen zu schöpfen.

Und natürlich die Zeitersparnis. Über die responsiven Suchanzeigen müssen wir nicht mehr drei Textanzeigen erstellen, sondern können uns auf eine RSA beschränken. Damit verkürzt sich auch das Monitoring und wir können unseren Fokus vermehrt auf die Keywords und Conversion-Optimierung legen.

Gibt es denn auch Nachteile der RSA?

Doch bei diesen ganzen Vorteilen stellt sich natürlich direkt die Frage ob und welche Nachteile denn mit der Umstellung verbunden sind. KI schön und gut, aber wir geben nun wieder ein Stück mehr Kontrolle ab. Wir wissen letztendlich nicht, wie unsere Texte ausgespielt werden, welche Kombinationen also von Google gewählt werden. Außerdem haben wir bereits die Erfahrung gemacht, dass unsere Conversions mit den responsiven Suchanzeigen schlechter waren als mit den Textanzeigen. Eingreifen können wir hier eigentlich kaum mehr.

 

Fazit zu den responsiven Textanzeigen

Alles in allem kann man abschließend sagen, dass Google immer intelligenter wird und dieses Wissen auch Google Ads einen großen Sprung vorantreibt. Wir verlieren zwar ein Stück Kontrolle, doch dem stehen auch die große Zeitersparnis und der gigantische Erfahrungsschatz der KI gegenüber. Unser web.SKOR Tipp zum Abschluss: Am besten jetzt schon mit dem Nachrüsten all eurer Kampagnen beginnen, damit die Umstellung im Juni kein Problem darstellt.