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Sprint statt Marathon – mit Cloud eCommerce Diensten innerhalb kürzester Zeit zum neuen Online Shop

9. Juli 2021In E-CommerceBy Karina

Spätestens mit der Pandemie hat der/die/das eCommerce nochmal einen richtigen Boost erfahren und viele stationäre Händler zum Nachdenken gebracht, ob ein Online Shop nicht doch eine gute Ergänzung zum Ladengeschäft wäre. Aber wir befinden uns noch immer in der Krise und gerade kleine Unternehmer sind unter Umständen nicht bereit 5-stellige Beträge in die Entwicklung zu stecken, wie es häufig mit Shopware, Magento und Co. erforderlich wäre. Abhilfe könnten Cloud-Systeme schaffen, denn diese versprechen einen schnellen und günstigen Start ins eCommerce. Wir gucken mal, was da dran ist.

Und was ist mit Shopify?  

Wir beschäftigen uns in diesem Artikel nur mit der Shopware Cloud, nicht mit Shopify, obwohl das natürlich der deutlich bekanntere Service ist. Der kommt für uns aber aus mehreren Gründen nicht für Shopbetreiber aus Deutschland in Frage, da, gerade wenn es um Datenschutz geht, Shopify eine kleine Katastrophe ist. Ein Shopify Shop ist erstmal nicht für deutsches Recht ausgelegt und muss daher noch recht stark angepasst werden, um überhaupt verwendet werden zu können.

Was heißt Shop in der Cloud?

Klären wir doch erstmal was so ein Shop in der Cloud überhaupt bedeutet. Ihr könnt es Euch ein bisschen wie einen Shop zur Miete vorstellen. Shopware installiert Euch den Sums nach Eurer Konfiguration und kümmert sich um das Hosting, sowie auch die Updates. Allein damit spart ihr Euch schon jede Menge Geld. Aber es ist auch dieser Service natürlich nicht umsonst. Es gibt drei verschiedene Optionen. Entscheidend ist nicht nur der monatliche Betrag zwischen 0 und 200 Euro, sondern auch die Umsatzbeteiligung. Shopware kassiert je nach Paket also zwischen 0,5% und 3% je nach gewähltem Tarif. Das klingt erstmal viel, finde ich persönlich. Aber wenn man bedenkt, dass man für 0€ im Monat mit seinem Online Shop starten kann, ohne Einrichtungskosten außer der eigenen Zeit – dann ist das super spannend für eCommerce Neulinge. Denn lieber fange ich einfach schon einmal an zu verkaufen, einen Kundenstamm aufzubauen und zahle nur für tatsächliche Verkäufe, als großes Risiko mit einer Investition in ein eigenes Shopsystem einzugehen. Oder?

Für wen ist der der Shopware Cloud Service geeignet?

Wenn ich jetzt sagen würde “für alle”, würden wir zwar vielleicht mehr Geld mit den Affiliate Links verdienen, hätten aber weniger individuelle Shopware 6 Umsetzungen. Und unabhängig von jeglicher Partnerschaft oder eigenem Umsatzinteresse gibt es einfach so unterschiedliche Projekte, dass auch die Lösungen nicht unterschiedlicher sein könnten. Die Shopware Cloud* ist demnach sicher nicht für alle geeignet. Lasst uns die Vor- und Nachteile mal kurz gegenüberstellen:

Shopware Cloud

  • Niedriges Einstiegbudget
  • Monatliche Kosten zwischen 0€ und 199€
  • Zeit für Umsetzung: Installation 5 Minuten, mit Konfiguration und Produktpflege in wenigen Wochen zum Start
  • Umsatzbeteiligung zwischen 0,5% und 3%
  • Erweiterbar nur durch Apps (aktuell noch eine recht geringe Auswahl)
  • Anbindung an Warenwirschaften aktuell nicht möglich

Shopware 6 Shop

  • Kosten ab 8000€ und dann steil aufwärts
  • Monatliche Kosten zwischen 60€ und 300€ (Hosting + Updateservice einer Agentur)
  • Umsetzung mit einer Agentur zwischen 4 und 10 Monaten
  • Mein Umsatz gehört mir
  • Großes Potential für Individualisierungen durch Plugins oder Eigenentwicklungen
  • Viele Plugins für beliebte Wawis bereits vorhanden und Möglichkeit der Eigenentwicklung

Diese Auflistung erhebt jetzt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber ich denke es zeichnet sich ein Trend ab. Und jetzt kommt nämlich noch ein wichtiger und spannender Punkt: Es wird zukünftig möglich sein, einen Shopware Shop aus der Cloud zu entfernen und zu einem eigenständigem, selbst-gehosteten Shopware 6 Shop zu machen. Und das ist für mich der Game Changer. Denn das gibt mir die Möglichkeit als Shopbetreiber einfach und schnell zu starten, ein bisschen ins eCommerce reinzuschnuppern und dann, wenn es ernst wird, mit all meinen Learnings nach einem Jahr zu einer Agentur zu gehen und zu sagen: Und jetzt bitte einmal in fett. Und zwar ohne alles zu verlieren. Nein, man kann den Shop einfach umziehen und dann nach und nach Erweiterungen durchführen, die bis dato im Cloud Shop nicht möglich waren.

Fazit

Im Grunde muss jeder selbst wissen, ob so etwas wie die Umsatzbeteiligung für einen vertretbar ist oder man wirklich all seine Produkte im Shopsystem statt in einer Warenwirtschaft verwalten will. Ich persönlich finde jedoch, dass die Shopware Cloud wirklich ein cooler Einstieg ist. Schnell und günstig, man kann vieles selbst machen und die nervigen Aufgaben wie den Updateservice übernimmt Shopware selbst. Und sobald der Shop groß genug gewachsen ist, raus aus der Cloud damit. Wie seht ihr das? Würdet ihr Euch die Umsatzbeteiligung ans Bein binden, wenn ihr Euch dafür hohe Kosten bei einer Agentur spart? Oder seid ihr vielleicht sogar froh, wenn ihr das komplette Thema Online Shop an Profis abgeben könnt? In jedem Fall könnt ihr Euch auch selbst ein Bild machen und einfach mal kostenlos einen Shopware Cloud Shop erstellen*. Have fun!

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